
Bettina und Christian Casdorff
Bettina & Christian Casdorff
Jahrgang 1872:
Geschichten des ernsten Humoristen Sándor Friedrich Rosenfeld (genannt Roda Roda)
dazu Klaviermusik des russisch-deutsch-schweizerischen Komponisten Paul Juon
und der badischen Komponistin Clara Faisst
Mit Bettina & Christian Casdorff (Petri-Flügel/ Erzähler)
Eintritt frei, Kollekte am Ausgang
Der in Sachen Humor gestrenge Kurt Tucholsky schloss vor 100 Jahren seinen Gratulationsartikel zum 50. Geburtstag von Roda Roda mit den S´schlichten Worten: „Erzähl, Onkelchen, erzähl!“ Roda Roda hat erzählt, Buch um Buch – bis zu seiner Flucht vor den Nazis, schon im Jahr 1933! Er starb nach langer Krankheit im amerikanischen Exil, einige Wochen nur nach dem Ende des zweiten Weltkriegs.
Seine Geschichten und Geschichtchen atmen Freiheitsluft, zarteste Menschenliebe gerade in der klarsten Machtspiel-Kritik.
Ein Mann mit Monokel – und er sieht mit dem Herzen gut. Zum Beispiel in der kleinen und gleichzeitig großen Erzählung, die in „lauer Sommernacht“ beginnt.
Zwischen den Texten kurze Klavierstücke, zu zwei und zu vier Händen zumeist von Paul Juon, der (in Russland geboren) sich 1934 aus Berlin in die Schweiz verzog. Aber auch von Clara Faisst, die in ihrer Geburtsstadt Karlsruhe bis zum Lebensende blieb – und die über alle Zeitwiderstände hinweg die Freundschaft mit einem wie Albert Schweitzer zu halten verstand. Von der auch schriftstellerisch Hochbegabten werden Sommerpoesien dazwischenschmuggeln.