„Der Garten“ heißt Max Prosas neues Album und ist ein musikalischer Ort zum Verweilen.
Es treffen darin Menschen auf Engel, Esel auf Könige, der Papst auf Johnny Cash,
die Göttin Nacht schluckt die Sonne, es verpassen sich ewig Wartende und es finden sich
ungleiche Liebende. Mittendrin ist man als Hörer*in immer schon nach wenigen Worten,
denn Prosas Wesen tragen etwas in sich, das sie universell macht. Man sitzt im großen
Figurenkabinett des Selbst. Die Musik kommt diesmal im Gewand einer Band mit Streichern
daher. Max‘ langjähriger Wegbegleiter Magnus Bang Olsen hat diese spezielle Klangwelt arrangiert,
ein mystischer Teppich, auf dem Stimme und Texte wirken können. Die häufig darunterliegende Wucht
von Schlagzeug und Bass erinnert an Prosas Anfänge. Da tourte er mit seiner ersten Band im Schlepptau
von Clueso auf dessen „An und für sich“-Tour und dann später auf eigenen Beinen durch das ganze Land.
Damit hat er seitdem nie aufgehört, sagt er selbst.